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Michael Vaupel

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Rezension: Domus Domini

Liebe Leserin, lieber Leser,

gewogen und für gut befunden: Das neue Strategiespiel „Domus Domini“ vom Autor Heinz-Georg Thiemann (kennt der eine oder die andere vielleicht noch von „Planet Steam“).

Bei „Domus Domini“ – zu Deutsch in etwa „Haus des Herrn“ – ist der Name Programm. Thematisch angesiedelt ist die Startsituation des Brettspiels im Jahr 1122. Damals trat die historische Persönlichkeit Petrus Venerabilis sein Amt als Abt der bedeutenden Benediktinerabtei Cluny an. Der wirtschaftliche Zustand der Abtei war damals nicht besonders erfreulich. So weit, so historisch belegt.

Hier setzt „Domus Domini“ an: Jede(r) Spieler(in) leitet ein der Abtei angeschlossenes Kloster. In insgesamt exakt fünf Runden wird geschaut, wer die meisten Nahrungsmittel an das Mutterkloster geliefert hat. Je mehr geliefert wird, desto mehr Ablassbriefe (= Siegpunkte) gibt es. Auf diese Weise wird nach fünf Runden der/die Gewinner(in) bestimmt.

Das Artwork finde ich sehr gelungen – dem Illustrator möchte ich hiermit ein Lob machen. Hier als Beispiel das Klostertableau für jeden Mitspieler:

 Franjos Domus Domini

Das Klostertableau, auf dem u.a. die Produktion von Kräutern, Käse und Bier festgehalten wird

Wie gesagt: Das Ziel ist es, möglichst viele Waren ins Mutterkloster zu liefern. Dazu sollte die Produktion im eigenen Kloster angekurbelt werden. Produziert werden können für die Lieferung nach Cluny drei Güter: Käse, Kräuter und Bier. Zudem kann Gemüse für die Ernährung der eigenen Laienbrüder angebaut werden.

Jede der genau fünf Runden besteht aus sieben Phasen:

  1. Startspieler ermitteln, Sonderkarten vergeben, Zinsen auszahlen, Gemüse ernten
  2. Cellerar einstellen, Gemüse kaufen
  3. Produktion der Güter sowie Kloster und/oder Kapelle ausbauen, es können auch Hunde sowie Hundehütten zum Schutz erworben werden etc.
  4. Platzierung der Laienbrüder und des „Trunkenboldes“ zur Störung der Mitspieler(innen)
  5. Einsetzen von Gemüsekarren und Gemüse-Chips
  6. Ernährungsphase
  7. Rundenwertung

Erfreulicherweise gibt es für jeden Mitspieler ein handliches Infoblatt, auf dem die verschiedenen Aktionsmöglichkeiten jeder eigenen Phase übersichtlich mit Piktogrammen erläutert sind.

Überhaupt finde ich das Spielmaterial sehr gelungen. Hier gibt es noch „Value for Money“: Das Spiel kommt insgesamt auf ein Gewicht von rund 2,4 Kilogramm.

Gut gefällt mir die Interaktion mit anderen Spielern. Die zeigt sich insbesondere in Phase 4, wenn die Laienbrüder platziert werden. Deren Ziel ist es nämlich, gezielt zum Betteln gegen Mitspieler einzusetzen. Wer z.B. Bier nach Cluny transportieren möchte, kann sich auf einmal einer Schar von gegnerischen Laienbrüdern und einem Trunkenbold gegenübersehen. Diese wünschen von den Brüdern in Christo eine Spende in Form von Gerstensaft…und schon bleibt weniger für die Lieferung nach Cluny.

Abhilfe verschafft hier z.B. ein Wachhund bzw. ein Viehhirte als Hilfe gegen den Trunkenbold. Doch es kostet wertvolle Ressourcen, zunächst einmal in Hundehütten und Hunde zu investieren...

Franjos Domus Domini

Der Mechanismus wirkt ausgewogen. Interessant finde ich, dass nach jeder Runde der gemäß Punktestand Letzte die meisten Einnahmen erhält. Thematisch soll dies bedeuten, dass Petrus Venerabilis die Zurückliegenden stärken möchte. Spieltechnisch führt das dazu, dass jemand, der Punktemäßig davon eilt, dafür weniger Rundeneinkommen hat. So kann es sogar zu der Situation kommen, dass in den ersten Runden gezielt auf einen hinteren Platz gespielt wird…

Ich finde: Ein thematisch dichtes, ausgewogenes neues Strategiespiel mit neuem Artwork. Ein bisschen „Ärger-Faktor“ durch die Mitspieler gehört hier dazu.

Domus Domini, Franjos Verlag

Schönen Feierabend!

Ihr

Michael Vaupel


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